Dem Klimawandel entgegen wirken…

Das Gründach und der Klimawandel

 

Dachgarten
Immer mehr Städte schaffen Anreize, mit denen der der fachgerechte Umbau eines konventionellen Flachdachs zur Extensiv- oder Intensivbegrünung forciert werden soll.
Foto: djd/FPX Fachvereinigung

 

Begrünte Flachdächer können auf Natur und Mensch eine wohltuende Wirkung haben

(djd). Hamburg hat es, Hannover hat es, auch New York und Barcelona setzen darauf: Es gibt viele Beispiele für Großstädte,die Anreize für Gründächer schaffen, wodurch der fachgerechte Umbau eines konventionellen Flachdachs zur Extensiv- oder Intensivbegrünung forciert werden soll. Gründächer stellen nicht nur einen praktischen Raumgewinn in Städten dar, sondern bringen, da sind sich die Experten einig, erhebliche stadtökologische Vorteile. Allein schon als Gegengewicht zu den versiegelten Flächen in bebauten Gebieten.

 

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Nutzen für das Mikroklima und für den Menschen

Denn angesichts steigender Niederschlagsmengen und höherer Temperaturen können Gründächer den Wasserabfluss verringern und das Mikroklima verbessern. Normalerweise fließt das Regenwasser unmittelbar und sehr schnell in die Kanalisation und in die Gewässer ab.Gründächer speichern dagegen einen Teil des Wassers im Boden und verlangsamen den Wasserabfluss erheblich. Gründächer heizen sich zudem im Sommer deutlich weniger stark auf als beispielsweise Flachdächer aus schwarzer Dachpappe. „Die Verdunstung hat also eine kühlende Wirkung vor allem in den Städten. Vor allem aber wird das Fleckchen Natur in der Stadt als wohltuend und entspannend empfunden“, meint Martin Schmidt, Fachjournalist beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.Ganz abgesehen davon seien Flachdächer auch aus Gründen der Energieeffizienz Satteldächern vorzuziehen, weil die Flachdächer weniger Volumen hätten, wodurch auch weniger Wärme entweichen könne. Wer wenig Pflegeaufwand betreiben möchte, müsse auf eine Extensivbegrünung setzen, die Alternative sei die Intensivbegrünung mit Sträuchern oder Blumenwiese.

 

Triste Flachdächer
Die Deutschen zieht es aus Gründen der Lebensqualität in die großen Städte – das Einzige, was häufig fehlt, ist das Grün.
Foto: djd/FPX Fachvereinigung
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Umkehrdach mit XPS-Dämmplatten

Der Vorteil eines Umkehrdaches gegenüber einem konventionellen Warmdach liegt in der kombinierten Wärmedämm- und Schutzfunktion. Bei der sogenannten Umkehrdachkonstruktion liegt die sensible Dachabdichtung unter der Wärmedämmschicht.Dieses Prinzip garantiert die Langlebigkeit der sensiblen Dachabdichtung und erspart hohe Reparaturkosten. Die lose Verlegung der XPS-Wärmedämmplatten ermöglicht, wenn nötig, einfache Reparaturarbeiten. Nach einem Umbau oder Rückbau können die Wärmedämmplatten wiederverwendet werden.Im begrünten Umkehrdach werden die bautechnischen Vorteile der Umkehrdachkonstruktion mit dem ökologischen Nutzen der Gründachkonstruktion kombiniert. Beim Aufbau mit diffusionsoffener Folgeschicht über dem Dämmstoff und einer normgerechten Flächendränung haben sich diese Dächer langzeitbewährt. Da das Umkehrdach Wind, Wetter und mechanischer Belastung ausgesetzt ist, muss das eingesetzte Material besonders robust sein.Deshalb verwendet man hier Extruderschaum (XPS) mit seiner geschlossenen Zellstruktur. XPS ist besonders druckstabil, unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und verrottungsfest. Die großformatigen Dämmplatten werden einfach auf der Abdichtung der Dachfläche verlegt und mit einem Vlies als Rieselschutz abgedeckt. Unter www.fpx-daemmstoffe.de gibt es viele weitere Informationen.

 

Schema Dachbegrünung
Die Vorteile der sogenannten Umkehrdachkonstruktion können auch für begrünte Dächer genutzt werden.
Foto: djd/FPX Fachvereinigung

 

Kostengünstig und langlebig

Extensive Dachbegrünungen sind nach Angaben des Deutschen Dachgärtner Verbandes (DDV) bereits für 25 bis 35 Euro pro Quadratmeter zu haben, bei sogenannten Intensivbegrünungen beziehungsweise Dachgärten hingen die Kosten sehr stark von den individuellen Gestaltungswünschen ab.Während bekieste oder nackte Flachdächer laut DDV auch bei fachgerechter Ausführung im Schnitt nur 15 bis 25 Jahre halten, sorgt auf begrünten Dächern die Vegetations- und Substratschicht für einen nachhaltigen Schutz der darunter liegenden Dachabdichtung. Das Fraunhofer-Institut schätzt die Lebensdauer eines Gründachs deshalb auf mindestens 40 Jahre. Bei der Ausführung eines Gründachs arbeiten Dachdecker und Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus häufig Hand in Hand. Vor Auftragsvergabe lohnt sich ein Blick in die Gründach-Referenzliste der jeweiligen Betriebe.

 

Dachgarten mit Terasse
Beispiel für eine gelungene Dachbegrünung in der Hauptstadt: der sogenannte Fichtebunker in Berlin-Kreuzberg.
Foto: djd/FPX Fachvereinigung

 

Begrüntes Hannover

Grün statt grau: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover beispielsweise fördern die Begrünung von Dächern und Fassaden mit jeweils bis zu 10.000 Euro.Unter dem Titel: „Mehr Natur in der Stadt: Dach- und Fassadengrün in Hannover“ sollen sich künftig stadtweit möglichst viele kahle Hauswände und triste graue Dächer in bunte Oasen verwandeln. Den Anreiz dazu soll ein neues Förderprogramm schaffen. Die Stadt der Zukunft sei kein eintöniges und naturfeindliches Häusermeer, sondern grün und artenreich, erklärt der BUND. Begrünte Häuser böten zahlreichen Tieren Nahrung, Nistplatz und Lebensraum.

Fichtenbunker in Berlin Kreuzberg
Dachgärten auf dem „Fichtebunker“ in Berlin-Kreuzberg. Der denkmalgeschützte Gasbehälter aus dem Jahr 1874 ist der älteste und einzige erhaltene Steingasometer in der Hauptstadt.
Foto: djd/Deutscher Dachgärtner Verband e.V.

 

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