Dachbegrünung gegen Flächenversiegelung

Noch viel Luft nach oben

 

Carport mit Dachbegrünung
Kleine Dachflächen können Heimwerker und Hobbygärtner in Eigenregie als Grünfläche gestalten.
Foto: djd/Optigrün

 

Dachbegrünungen können der Flächenversiegelung etwas entgegensetzen

(djd). Rund acht bis zehn Millionen Quadratmeter Dachfläche werden in Deutschland jedes Jahr begrünt, das entspricht etwa 2.000 Fußballfeldern. Was auf Anhieb nach viel klingt, kann aber den Flächenverlust durch Bebauung nicht annähernd kompensieren.Denn rund 200 Fußballfelder werden mit Gebäuden und Verkehrsflächen bebaut – nicht pro Jahr, sondern jeden Tag. „In Sachen Renaturierung ist daher noch viel Luft nach oben“, erklärt Dr. Gunter Mann, Präsident der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung und Marketingleiter des Anbieters Optigrün. Denn bisher würden nur fünf bis zehn Prozent der neuen Dachflächen begrünt, immerhin mit steigender Tendenz.

 

 

Private Immobilien mit vielen kleinen Flächen zur Begrünung

Der Natur Dachflächen zurückzugeben, lohnt sich nicht nur auf großen Wohn-, Gewerbe- oder Verwaltungsgebäuden, sondern auch im privaten Einfamilienhaus. Denn viele kleine Flächen ergeben gemeinsam auch ein großes Plus für grüne Lungen in Städten und stadtnahen Gebieten. Nicht nur ökologische Gründe sprechen für das grüne Dach auf privaten Wohnimmobilien.Auf immer kleineren Grundstücken in den Ballungsräumen drängen sich große Häuser nebst Carport oder Garage und lassen nur wenig Raum für einen klassischen Garten. Durch die Bepflanzung der Dächer lassen sich hier wertvolle Naturflächen zurückgewinnen. Und wer würde seine Augen nicht lieber über eine blühende Blumenwiese oder einen duftenden Kräutergarten schweifen lassen statt über öde, abweisende Dachflächen?

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Haus mit Gründach
Gründach statt Flächenversiegelung: In vielen modernen Architekturkonzepten spielen bepflanzte Dachflächen eine wichtige Rolle.
Foto: djd/Optigrün

 

Gründach-Pakete für Selbermacher

Auf Carports und anderen Nebengebäuden können handwerklich geschickte Hausbesitzer eine extensive Dachbegrünung auf Flächen mit einer Neigung bis 15 Grad ohne Weiteres selbst anlegen.Dafür gibt es spezielle Fertigpakete mit Bau- und Pflanzanleitungen und interessanten Anlage-Beispielen, beispielsweise unter www.dachbegruenung-ratgeber.de und www.dachbegruenung24.de. Die Anlage von Intensivbegrünungen sollte man dagegen Fachleuten überlassen. Denn hier spielen Statik, durchwurzelungsfeste Dachabdichtungen, eine gut abgestimmte Pflanzenauswahl und weitere Faktoren eine wichtige Rolle.

 

Mann beim Verlegen einer Vegetationsmatte
Keinerlei Spezialwerkzeug oder Fachkenntnisse sind nötig, um mit einer cleveren Komplettlösung das Garagendach zu begrünen.
Foto: djd/Knauf Bauprodukte

 

Viele Gemeinden fördern das grüne Dach

Der Aufwand für eine Dachbegrünung wird nicht nur durch angenehmes Grün am Haus belohnt.Viele Gemeinden fördern die Begrünung direkt über Zuschüsse oder indirekt über Gebührenminderungen fürs Abwasser. Dass bei Starkregen nicht gleich der Vorplatz vor der Garage oder dem Carport unter Wasser gesetzt wird und dass begrünte Dächer als Regenwasserspeicher die Kanalisation entlasten, ist ein weiterer angenehmer Nebeneffekt. Unter www.dachbegruenung-ratgeber.de gibt es weitere Informationen und Inspirationen.

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Begrünter Anbau
Kleines Gründach, große Wirkung: Viele Dachflächen lassen sich der Natur zurückgeben.
Foto: djd/Optigrün

 

 

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